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<teiHeader creator="Beatrix F&auml;rber" status="new" date.created="2009-08-28">
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<title type="uniform">Die Geburt Chonchobars</title>
<title type="supplementary">German Translation</title>
<title type="gmd">An electronic edition</title>
<author id="RT">Rudolf Thurneysen</author>
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<resp>Electronic edition compiled by</resp>
<name>Beatrix F&auml;rber</name>
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<funder>The HEA via PRTLI4</funder>
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<edition n="1">First draft, revised and corrected.</edition>
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<extent><measure type="words">1350</measure></extent>
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<publisher>CELT: Corpus of Electronic Texts: a project of University College, Cork</publisher>
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<addrLine>College Road, Cork, Ireland&mdash;http:www.ucc.ie/celt</addrLine>
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<date>2009</date>
<distributor>CELT online at University College, Cork, Ireland.</distributor>
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<availability status="restricted">
<p>Available with prior consent of the CELT programme for purposes of academic research and teaching only.</p>
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<head>Manuscript sources [supplied from Professor Corthals's MsOmit]</head>
<bibl n="1">Dublin, Royal Irish Academy, Book of Ballymote: p 259b-260a (2 versions).</bibl>
<bibl n="2">Dublin, Royal Irish Academy, D IV 2: f 45Rb-46Ra (2nd version).</bibl>
<bibl n="3">London, British Library,  Egerton 1782: f 77V-78V (2nd version).</bibl>
<bibl n="4">Dublin, National Library of Ireland, MS G 7: col. 4.</bibl>
<bibl n="5">Dublin, Trinity College, MS H 3.18 (cat. 1337): III, p 48b; XIX, 604-605 (glossed extracts).</bibl>
<bibl n="6">Dublin, Trinity College, MS H 4.22 (cat. 1363): IV, p 40</bibl>
<bibl n="7">Dublin, Royal Irish Academy, MS 23 P 2 (Book of Lecan): f 191Va-b.</bibl>
<bibl n="8">Oxford, Bodleian Library, Rawlinson B 512: III, f 100Vb.</bibl>
<bibl n="9">Dublin, Trinity College, 1318 olim H. 2. 16 al. Yellow Book of Lecan, III, col. 886-887 (facs.: p 179b-180a) 14th century. [On this Thurneysen's translation is based.]</bibl>
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<head>Editions</head>
<bibl n="1">Kuno Meyer, Anecdota from the Stowe Ms. N  992, in: Revue Celtique 6 (1884) 173&ndash;86 (pp. 173-82) [longer text from D IV 2 with variants from YBL and Eg. 1782].</bibl>
<bibl n="2">Kuno Meyer, in: Hibernica Minora. Oxford 1894, p. 50 [short text from Rawl. B 502].</bibl>
<bibl n="3">Vernam Hull, The Conception of Conchobor, in: Irish Texts. Fasc. IV. London 1934, pp. 4-12 [shorter text based on YBL, BB, Lecan, Rawl. 502, H 3.18 and H 4.22; text of G 7].</bibl>
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<head>The edition used in the digital edition</head>
<biblFull>
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<title level="m">Keltische Sagen aus dem alten Irland</title>
<author>Rudolf Thurneysen</author>
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<edition>First edition</edition>
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<extent><measure type="pages">69&ndash;71</measure></extent>
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<publisher>VMA Verlag</publisher>
<pubPlace>Wiesbaden </pubPlace>
<date>Reprint 1987</date>
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<p>CELT: Corpus of Electronic Texts</p>
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<correction status="medium">
<p>Text has been checked and proofread twice.</p>
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<p>The electronic text represents the edited text.</p>
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<p>Direct speech is marked <emph>q</emph>.</p>
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<p>When a hyphenated word (hard or soft) crosses a page-break or line-break, the break is marked after the completion of hyphenated word and punctuation mark.</p>
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<p><emph>div0</emph>=the saga.</p>
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<p>Personal names (given names), place-names and group names are not tagged.</p>
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<refsDecl>
<p>The <emph>n</emph> attribute of each text in this corpus carries a unique identifying number for the whole text. The title of the text is held as the first <emph>head</emph> element within each text. <emph>div0</emph> is reserved for the text (whether in one volume or many).</p>
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<creation>The translation is by Rudolf Thurneysen.
<dateRange from="1892" to="1900" exact="none">between 1892 and 1900</dateRange></creation>
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<language id="de">The text is in German.</language>
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<term>saga</term>
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<term>medieval</term>
<term>Conchobar mac Nessa</term>
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<date>2009-08-30</date>
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<item>Text proofed (1, 2) and encoded for structure; header created; file parsed. SGML and HTML files created.</item>
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<pb n="69"/>
<head>Die Geburt Chonchobars</head>

<p>Einst herrschte Eochid Gelbferse, der Sohn Loichs, &uuml;ber Ulster. Er war ein ber&uuml;hmter K&ouml;nig. Als ihm eine Tochter geboren wurde, &uuml;bernahmen zw&ouml;lf Pflegev&auml;ter ihre Erziehung. Sie hie&szlig; Assa, das soviel wie <q>umg&auml;nglich</q> bedeutet, denn sie war in ihrer Kindheit gesittet und sanft.</p>

<p>Zu jener Zeit kam ein Bandenf&uuml;hrer namens Cathbad aus dem S&uuml;den, der eigentlich aus Ulster stammte. Er war nicht nur ein Krieger und Bandenf&uuml;hrer, sondern auch ein Mann der Weisheit, denn er war Druide und besa&szlig; gro&szlig;es Wissen. Auf dem Kriegszug hatte er dreimal neun Mann bei sich. In einer Ein&ouml;de traf er auf einen anderen Bandenf&uuml;hrer, gleichfalls mit dreimal neun Mann. Zuerst k&auml;mpften sie miteinander, doch schlie&szlig;lich schlossen sie Frieden, damit sie sich nicht gegenseitig aufrieben, da sie gleich an Zahl waren. Cathbad ging vor ihnen her, weil er das Land kannte, und sie erschlugen die zw&ouml;lf Pflegev&auml;ter des M&auml;dchens, die eben in einem Haus bei einem Gelage vereinigt sa&szlig;en. Nur das M&auml;dchen entkam und man wu&szlig;te nicht, wer die M&auml;nner erschlagen hatte.</p>

<p>Die Tochter ging klagend zu ihrem Vater. Der sagte, 
<pb n="70"/>
er k&ouml;nne sie nicht r&auml;chen, weil er nicht wisse, wer die T&auml;ter seien. Da wurde das M&auml;dchen zornig und begab sich selbst mit dreimal neun Mann auf einen Kriegszug, um ihre Pflegev&auml;ter zu r&auml;chen. Sie zerst&ouml;rte und verw&uuml;stete ein Gebiet um das andere. Hatte sie bisher Assa gehei&szlig;en. so nannten sie die Leute jetzt Ni-Assa. was so viel wie <q>nicht umg&auml;nglich</q> bedeutet, oder Ness wegen ihrer Streitlust und ihrer Tapferkeit. Und jeden Fremdling, den sie sah, frage sie nach Bandenf&uuml;hrern aus, in der Hoffnung, etwas &uuml;ber die Missetat zu erfahren, die ihr widerfahren war.</p>
<p>Einmal befand sie sich in einer Ein&ouml;de. Ihre Leute bereiteten das Essen. Sie ging indessen allein umher und erblickte ein sch&ouml;nes einladendes Wasser. Sie legte ihre Waffen und Kleider ab und badete. So traf sie eine fremde Bande an. Das war Cathbad mit seinen Leuten. Er stellte sich zwischen sie und ihre Waffen und zog das Schwert gegen sie.</p>
<p><q>La&szlig; mich am Leben!</q> bat das M&auml;dchen.</p>
<p><q>So gew&auml;hre mir drei Forderungen!</q> erwiderte Cathbad.</p>
<p><q>Ja</q>, sagte das M&auml;chen. <q>Vielleicht kann ich sie dir gew&auml;hren.</q></p>
<p><q>Sicherheit f&uuml;r meine Person, Freundschaft mit dir, und da&szlig; du meine Gef&auml;hrtin seist solang ich lebe.</q></p>
<p><q>Das sollst du haben</q>, erwiderte sie.</p>
<p><q>Dann wird unser Bund zu Ende sein,</q> sagte da der andere Bandenf&uuml;hrer zu Cathbad und zog davon.</p>
<p>Cathbad aber ging mit Assa zu ihrem Vater. Der nahm sie sehr gut auf und schenkte Cathbad in Ulster Land: Die Cathbad-Burg bei Cremthinne, in der N&auml;he des Baches Conchobar im Gebiet von Ross.</p>
<p>Einst hatte Cathbad in der Nacht gro&szlig;en Durst. Seine Frau stand auf, um ihm etwas zu trinken zu holen, fand aber in der Burg nichts. Da ging sie bis zum Conchobar, seihte das Wasser durch ihren Schleier in den Becher 
<pb n="71"/>

und brachte es ihm. <q>Licht</q>, befahl er, <q>ob etwa Tiere im Wasser sind!</q> &ndash; Es wurde ihnen Licht gebracht, und man sah zwei W&uuml;rmer im Wasser. Da zog er das Schwert gegen seine Frau und sagte: <q>Trink du, was du mir geholt hast!</q> &ndash; Die Frau machte zwei Z&uuml;ge, und mit jedem trank sie einen Wurm. Da wurde sie schwanger.</p>
<p>Cathbad ging mit seiner Frau zu einer Unterredung mit Eochid Gelbferse. Sie waren zum Murthemne-Feld gelangt, als bei ihr die Wehen einsetzten. <q>St&uuml;nde es in deiner Macht</q>, sagte Cathbad, <q>da&szlig; dein Kind erst heute nacht zur Welt k&auml;me, so w&uuml;rde der Knabe ein K&ouml;nig werden, und sein Name w&uuml;rde erhaben sein &uuml;ber den der M&auml;nner Irlands. Denn in dieser Nacht wird im Osten der Welt ein herrliches Kind geboren werden und wird erhaben sein &uuml;ber alle Menschen der Erde; das ist Jesus Christus.</q></p>
<p><q>Ich werd's versuchen,</q> sagte die Frau, <q>es sei denn, das Kind kommt mir zur Seite heraus! La&szlig; uns weitergehen, nach Mag Innis.</q></p>
<p>Hier legte sie sich am Ufer gegen eine Steinplatte des Argdig-Wassers, westlich von der Lethglais-Burg, und erst in der Nacht wurde das Kind geboren. Die Steinplatte, auf der es zur Welt kam, und auch das Grab der Frau sind noch dort zu finden. Bei der Geburt hatte das Kind in jeder Faust einen Wurm, das waren jene, die seine Mutter mit dem Wasser des Conchobar getrunken hatte. Und so wurde der Junge nach dem Bach Conchobar benannt. Geboren aber ist er in Mag Inis. Er erhielt die Herrschaft &uuml;ber das F&uuml;nftel Ulster wegen des Ranges seiner Mutter und der Kunst und Weisheit seines Vaters und durch seine eigene Taperkeit und Waffenkunde, und er wurde ein ber&uuml;hmter K&ouml;nig.</p></div0></body></text></TEI.2>